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Schnittstellenaktivitäten

Diese gemeinsamen Veranstaltungen der beiden Fachgesellschaften GDM und DMV sollen den Austausch zu Themen anregen und weiterführen, die an der Schnittstelle von Mathematik und Mathematikdidaktik angesiedelt sind.

Die Schnittstellenaktivitäten werden von den beiden Vereinigungen organisiert.


S1 - Schnittstelle Schule - Universität

Freitag, 12.3., 8:30-9:55

Prof. Dr. Hans-Wolfgang Henn, TU Dortmund, Prof. Dr. Wolfram Koepf, Universität Kassel, StD Hans-Jürgen Elschenbroich

Zielgruppe: Lehrende an Gymnasien und Lehrende an Universitäten, die mit Anfängerausbildung zu tun haben.

Auf Initiative von Frau Prof. Bruder, TU Darmstadt, haben sich Vertreter von DMV, GDM und MNU am 24./25.10.2009 in Frankfurt getroffen und über die Problematik des Übergangs von der Schule an die Universität diskutiert. Dieser Übergang wirkt auch „rückwärts“ durch die Lehrerinnen und Lehrer, die an den Universitäten ausgebildet werden. Im ersten Teil der Veranstaltung sollen durch 3 Input-Referate die Ergebnisse (Bestandsaufnahme und Vorschläge) dieser Arbeitstagung vorgestellt werden. Den Bericht aus der Sicht der Schule wird Herr Pinkernell (TU Darmstadt), aus der Sicht der Universität Prof. Kramer (HU Berlin) geben. Die besondere Problematik der Abiturprüfung wird Prof. Greefrath (Uni Köln) darstellen. Diese Input-Referate sollen im zweiten Teil der Veranstaltung im Plenum diskutiert und vertieft werden.


S2 - Konzepte der Lehrerbildung

Dienstag, 9.3., 8:30-10:00 und 11:30-12:30

Prof. Dr. Kristina Reiss, TUM School of Education, München, Prof. Dr. Manfred Prenzel, TUM School of Education, München, Prof. Dr. Hans-Dieter Rinkens, Universität Paderborn

Zielgruppe: Interessierte an der gymnasialen Lehrerbildung.

Im ersten Teil werden innovative Konzepte zur gymnasialen Lehrerbildung der Universitäten Siegen und Gießen (Danckwerts, Beutelspacher), Essen-Duisburg (Hefendehl-Hebecker) und der TU München (Prenzel, Reiss) vorgestellt. Es besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

Der zweite Teil umfasst drei weitere Beiträge von je 15-20 Minuten zur gymnasialen Lehrerbildung: "Mathematik-Lehrerbildung: das HU-Modell" (Kramer/ Warmuth, HU Berlin), "Fachinhaltliches Wissen für fachdidaktisches Handeln verfügbar machen" (Prediger, U Dortmund), "Kompetenzentwicklung in der Mathematik-Gymnasiallehrerausbildung - eine empirische Studie an fünf deutschen Universitäten" (Kaiser, U Hamburg)


S3 - Stochastik in der Schule sowie in der Lehrerbildung

Donnerstag, 11.3., 16:15-17:40

Prof. Dr. Andreas Eichler, Universität Münster

Zielgruppe: Vertreter der Fachstochastik, der Stochastikdidaktik, der Stochastik an Schulen sowie Stochastik-Anwender.

Was soll in der Schule an Stochastik gelehrt werden, welche stochastischen Fähigkeiten sollen Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn haben? Was sollten Lehrkräfte wissen, um eine geeignete Stochastikausbildung zu gewährleisten und was bedeutet das für die Ausbildung an den Hochschulen? In einer Podiumsdiskussion sollen Antworten auf diese Fragen von Lehrkräften, Didaktikern, Fachstochastikern und Anwendern von Stochastik diskutiert werden. Nach kurzen Positionsdarstellungen sollen in einem offenen Streitgespräch, die Fragen und Anmerkungen des Publikums aufnimmt, aus den verschiedenen Perspektiven der am Lehr-Lehrprozess der Schule mittelbar und unmittelbar Beteiligten wesentliche Fragen der Praxis des Stochastikunterrichts und der Stochastikausbildung diskutiert werden.


S4 - Förderung von Begabten und Hochinteressierten

Donnerstag, 11.3., 15:05-15:45, 16:15-17:40

Prof. Dr. Günter Törner, Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Dierk Schleicher, Jacobs Universität Bremen, Kinga Szücs Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Elke van der Meer, Humbold-Universität Berlin, Prof. Dr. Marianne Nolte, Universität Hamburg, Prof. Dr. Torsten Fritzlar, Universität Halle-Wittenberg, Stephanie Schiemann, Technische Universität Berlin

Die Förderung von Begabungen in der Mathematik steht auf nicht wenigen AGENDA-Listen – und sie muss als gemeinsame Aufgabe von Mathematikern und Mathematikdidaktikern gesehen werden. Solche Initiativen müssen auch als Beitrag verstanden werden, dass Interesse an Mathematik in der Schülerschaft einerseits zu befriedigen, anderseits aber auch zu verstärken. Insofern hat sich das Präsidium der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) in Abstimmung mit der Gesellschaft der Didaktik der Mathematik (GDM) dafür ausgesprochen, in diesem Bereich eine Schnittstellenaktivität zu definieren. In Vorbereitung der wenigen Beiträge, die das begrenzte Zeitlimit berücksichtigen mussten, ist deutlich geworden, dass in der Bundesrepublik beeindruckende und wertzuschätzende Aktivitäten zu verzeichnen sind; was allerdings nur eingeschränkt etabliert ist, ist eine bundesweite Vernetzung dieser Aktivitäten – unter Beachtung der individuellen und regionalen Besonderheiten. Insofern ist zu wünschen, dass die Münchener Aktivitäten zu einer verstärkten Vernetzung beitragen.

Weitere Informationen zu dieser Schnittstellenaktivität


S5 - Mathematische Brückenkurse

Donnerstag, 11.3., 16:15-18:25

Prof. Dr. Rolf Biehler, Universität Paderborn, Prof. Dr. Reinhard Hochmuth, Universität Kassel, Prof. Dr. Wolfram Koepf, Universität Kassel

Zur Erleichterung des Übergangs von Schule zu Hochschule werden an vielen Universitäten mathematische Vor- oder Brückenkurse angeboten. Diese richten sich - oftmals differenziert - an Studierende mit unterschiedlichsten Fächern: über die verschiedenen Arten von Lehramtsstudierenden mit dem Fach Mathematik, Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften bis zu Bachelor-Studierenden der Mathematik.

In dieser Schnittstellenaktivität stellen sich verschiedene Brückenkurse mit ihren didaktischen Konzepten und Projekte zur Entwicklung von E-Learning-Materialien für Brückenkurse vor. Ferner werden Ergebnisse von Vor- und Nachtests vorgestellt, die zur grundsätzlicheren Diskussion einladen sollen, welche Vorkenntnisse Studierende mitbringen (sollten) und was Brückenkurse tatsächlich leisten (können).

Weitere Informationen zu dieser Schnittstellenaktivität


S6 - Geometrische Algebra

Freitag, 12.3., 8:30-9:55

Prof. Dr. Reinhard Oldenburg, Universität Frankfurt, Dr. Dietmar Hildenbrand, TU Darmstadt, Verena Rembowski, Universität Frankfurt

Die Geometrische Algebra (GA) ist eine Weiterentwicklung der Vektorrechnung, in der ein neues Produkt, das geometrische Produkt, eine zentrale Rolle spielt. Es ist assoziativ und alle Vektoren außer 0 sind invertierbar. Aus fachwissenschaftlicher Sicht ist die vereinheitlichende Darstellung verschiedener Algebren attraktiv und Anwendungen in der Computergrafik und Robotik zeigen, dass sich die Einfachheit der Theorie auch in Performance-Vorteile umsetzen lässt. Für die Didaktik ist interessant, dass man ohne das Kreuzprodukt auskommen kann und sich einige Rechenverfahren kompakt darstellen lassen. Eine Erweiterung um Vektoren für den Ursprung und für Unendlich erlaubt sogar, verschiedene geometrische Objekte wie Kugel, Kreise und Ebenen direkt (also nicht über Parametergleichungen oder implizite Gleichungen) zu manipulieren.


S7 - Hochschul-Mathematikdidaktik

Mittwoch, 10.3., 8:30-9:55

Prof. Dr. Ullrich Kortenkamp, PH Karlsruhe, Prof. Dr. Christine Bescherer, PH Ludwigsburg, Dr. Christian Spannagel, PH Heidelberg

Zielgruppe: Hochschullehrende, die Mathematik vor allem für Studienanfänger und Nicht-Mathematiker lehren.

Ist die traditionelle Vermittlungsweise von Mathematik in der Hochschule mit Vorlesungen mit Hunderten von Zuhörerinnen und Zuhörern, Vorrechenübungen und Heimarbeit an seit Jahren erprobten Übungsblättern noch zeitgemäß? Insbesondere wenn die Studierenden in der Schule Mathematik schon in aktivierenden, projekt- und handlungsorientierten, experimentellen Lehr-/Lernszenarien mit Technologieeinsatz entdeckt haben?
Es gibt schon viele verschiedene Anstrengungen die Mathematikveranstaltungen vor allem am Studienbeginn oder für Nicht-Mathematiker nach aktuellen mathematikdidaktischen Ansätzen zu gestalten.
In dieser Schnittstellenaktivität, die von Mitgliedern des neu gegründeten Arbeitskreises "Hochschul-Mathematikdidaktik" der GDM organisiert wird, werden einzelne dieser Ansätze vorgestellt und diskutiert. Weiter sollen mögliche Forschungsthemen aus diesem Kontext identifiziert werden.


S8 - Schnittstellenaktivität zu Bachelor/Master

Mittwoch, 10.3., 8:30-9:55

Prof. Dr. Hans-Christoph Grunau, Universität Magdeburg, Prof. Dr. Stephan Hußmann, TU Dortmund, Prof. Dr. Rudolf Sträßer, Universität Gießen, Prof. Dr. Fuchs, Universität Salzburg

Die Schnittstellenaktivität befasst sich mit zwei thematischen Schwerpunkten:

  1. Der Übergang Bachelor/Master als Differenzierungsinstrument von Hochschulstandorten (Prof. Dr. Sträßer, GDM/Prof. Dr. Schulze-Pillot, DMV)
  2. Fachdidaktik und Fachwissenschaft in Bachelor und Master (Prof. Dr. Grunau, DMV/Prof. Dr. Hußmann, GDM)

In die Thematik wird durch jeweils zwei kurze Referate - jeweils eines aus Sicht der Didaktik und eines aus Sicht des Faches – eingeführt und durch anschließende Plenardiskussionen vertieft. Im Vordergrund steht dabei ein Erfahrungsaustausch, der die Grundlage für künftig zu führende Diskussion bilden kann. Folgende Fragen sollen beispielsweise diskutiert werden:

ad 1:

  • Wie hoch ist grundsätzlich die Bereitschaft von Bachelorabsolventen in Mathematik, ein Masterstudium anzuschließen?
  • Welche Steuerungsmechanismen werden beim Übergang vom Bachelor zum Master eingesetzt und welche Auswirkungen hat das auf die Kohortengrößen?
  • Bei welchen Mindestkohortengrößen sehen Hochschul- bzw. Kultusverwaltungen Masterstudiengänge als lebensfähig an?

ad 2:

  • Welche fachlichen und welche fachdidaktischen Kompetenzen sollte ein Lehramtsstudium in einem Bachelor/Master vermitteln?
  • Welche Verteilung in Anteilen als auch in der Verteilung auf Bachelor/Master folgen daraus?
  • Soll Lehrerausbildung sowohl in der Fachdidaktik als auch in den Fachwissenschaften voneinander getrennt?

S9 - DMV-GDM-Speeddating - entfällt wegen der wenigen Anmeldungen


S10 - Vernetzung von Schule und Hochschule im Bereich Mathematik

Dienstag, 9.3., 11:30-13:00

Deutsche Telekom Stiftung und Deutsche Mathematiker Vereinigung, Prof. Dr. Wolfgang Lück, Universität Münster, Dr. Ekkehard Winter, Deutsche Telekom Stiftung, Dr. Michael Bürker, Universität Freiburg, Ralf Erens, Kreisgymnasium Neuenburg, Prof. Dr. Karin Richter, Universität Halle, Frau Mayhöfer, Stadtgymnasium Halle/Saale, Dr. Vanessa Krummeck, TU München, Prof. Dr. Jürg Kramer, Humboldt Universität Berlin, Dr. Elke Warmuth, Humboldt Universität Berlin, Prof. Dr. Günter Törner, Universität Duisburg-Essen, Stephanie Schiemann, TU Berlin, Thomas Vogt, TU Berlin

In den Jahren 2008 und 2009 haben Mathematikerinnen und Mathematiker – gefördert von der Deutschen Telekom Stiftung – die Vernetzung von Schule und Hochschule in den Regionen vorangetrieben. Rund fünfzig Hochschulen haben sich an dem Projekt beteiligt; einzelne Hochschulen konnten bis zu 20 Schulen vor Ort für gemeinsame Projekte gewinnen. Diese beinhalteten zum Beispiel Kinder-Unis und Schüler-AGs zur Mathematik, Tage der Mathematik, Didaktische Kolloquien, Weiterbildungsveranstaltungen für Mathematiklehrerinnen und -lehrer, Mathematikabende für die breite Öffentlichkeit und vieles mehr.
In der Veranstaltung ziehen die DMV und die Deutsche Telekom Stiftung Bilanz. Einzelne Netzwerkprojekte mit „best practice-Charakter“ werden vorgestellt.
Am Ende der Veranstaltung soll das neue „Netzwerkbüro Schule – Hochschule“ der DMV, welches die Deutsche Telekom Stiftung seit dem 1. Februar 2010 für drei Jahre fördert, eröffnet werden. Ziel ist es, bestehende Schul-Hochschul-Aktivitäten der DMV zu bündeln, weiterzuentwickeln und neue zu initiieren. Beispiele sind der DMV-Abiturpreis und der Mathekalender. Zentrales Anliegen des Netzwerkbüros wird sein, ein Lehrerforum innerhalb der DMV aufzubauen und dafür Mathematiklehrerinnen und -lehrer innerhalb und außerhalb der DMV zu gewinnen. Aufgaben und Ziele des „Netzwerkbüros Schulen – Hochschulen“ werden vorgestellt und offen diskutiert.
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt die Deutsche Telekom Stiftung von 13:00 – 14:00 Uhr allen Teilnehmern im Veranstaltungsraum ein Buffet aus. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Einladung annehmen und zum offenen Austausch über die Netzwerkaktivitäten nutzen.


 

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